Reservistenverband
Kreisgruppe Minden-Herford

 

 

Letzte Aktualisierung: 21.01.2019
In stillem Gedenken an unsere Kameraden

12.11.2017 Hauptgefreiter der Reserve UA mbL Reiner Glaeske

Fritze O

Auf eine 30jährige Tätigkeit als Leiter der Reservistenkameradschaft Preußisch Oldendorf kann der Hauptgefreite Unteroffiziersanwärter der Reserve mit bestandenem Lehrgang Reiner Glaeske zurück schauen.
Am 2. Januar 1968 begann die aktive Dienstzeit als Zeitsoldat in der Panzerkaserne des Heeres im niedersächsischen Wesendorf. Als Luftwaffensoldat waren das drei turbulente Grundausbildungsmonate. Im Anschluss daran begann eine abwechselungsreiche Zeit: Ausbildung zum Fernschreiber in Bad Eilsen, danach Versetzung zur Stammeinheit 2./FmRgt11 nach Osnabrück. Führerscheinausbildung B, C, E sowie F1 und F2. Für 9 Monate nach Lagerlechfeld zur Ausbildung als „Weitverkehrspezialist“ an den Systemen FM 12/800 und FM 120/5000.
Ende 1969 Versetzung auf die Insel Kreta. Verwendung im TropoScatter-Zug auf dem Raketenschießplatz. Wieder zurück in Osnabrück Einsatz als Truppführer im Instandsetzungstrupp der Fernmelder und damit auch Zuständig für die Einheiten der befreundeten belgischen und holländischen Truppen im Norddeutschen Raum. Nach der Entlassung aus dem aktiven Dienst wurde die Bundeswehr erst einmal vergessen. Aus den Augen – aus dem Sinn! Durch das Kennen lernen eines Arbeitskollegen rutschte Reiner Glaeske zufällig in das Milieu der Bundeswehrreservisten. Am 1. November 1986 trat er in den Verband der Reservisten der Deutschen Bundeswehr ein, in dem er sich bald heimisch fühlte. Durch das große Engagement des damaligen Kreisorganisationsleiters Friedhelm Bertelmann erfolgte bereits sieben Tage nach dem Eintritt in den Verband die Einkleidung in der STOV in Osnabrück.
Feldwebel für Reservistenangelegenheiten war zu diesem Zeitpunkt der HFw Hubert Braken. Am 28.03.1987 nahm R. Glaeske zum ersten Mal an einer DVag teil. Das Thema: Ausbildung zum Sicherungssoldaten. Im Verlauf der nächsten Jahre folgten noch viele weitere DVag`s. Es sind bis heute genau 132, von denen jede einzelne Zuziehung noch vorhanden ist.
Am 7. Mai 1987 wurde Reiner Glaeske von den Mitgliedern der Reservistenkameradschaft Preußisch Oldendorf einstimmig zum RK-Leiter gewählt. Bis zum 12.11.2017 bekleidete er noch das Amt und war mit „30 Dienstjahren“ der dienstälteste RK-Leiter der Kreisgruppe Minden / Herford.
In seiner Amtszeit haben sich viele Großveranstaltungen in Preußisch Oldendorf etabliert. Besonders zu erwähnen sind u.a. das äußerst beliebte „Flugzeugpokalschiessen“ in den 90ger Jahren, dass in jedem Jahr statt fand. Ebenso das jährliche Großbiwak am Angelheim in Getmold. Kreis-Reservistenwettkämpfe fanden ebenso statt wie die beliebten Kreispokalschießen. Nicht vergessen darf man auch die Leistungsmärsche oder die Nachtorientierungsmärsche rund um die Burgruine am Limberg. Am ersten Wochenende im Mai eines jeden Jahres veranstaltet die Stadt Pr. Oldendorf das beliebte Volksfest „Maispass“. Auch hier ist die RK immer mit einem großen Informationsstand vertreten. Während seiner Zeit als RK-Leiter ist es Reiner Glaeske gelungen, seine beiden Söhne Martin und Ulrich in die Reservistenkameradschaft einzubringen. Beide waren im selben Zeitraum in der 4. Kompanie des schweren Pionierbataillons 130 in Minden stationiert, von wo sie auch ihre Auslandseinsätze absolvierten.


20.07.2017 Oberstabsfeldwebel der Reserve Friedrich Ostermeier

Fritze O
Fritze O

Sehr geehrter Herr Kreisvorsitzender,
lieber Kamerad Dammann,
mit nachhaltiger Betroffenheit habe ich die Nachricht vom Tod unseres gemeinsamen Kameraden, Oberstabsfeldwebel der Reserve Friedrich Ostermeier, erhalten.
"Fritze" war ein Eckpfeiler der Freiwilligen Reservistenarbeit innerhalb der Kreisgruppe Minden/Herford und einer ihrer geachteten Repräsentanten in der Bezirksgruppe Detmold und der Landesgruppe NRW.
Gern möchte ich in Erinnerung rufen:
seine ausgeprägte soziale Nächstenliebe für die Schwachen in unserer Gesellschaft und seinen selbstlosen Dienst als Mittler zwischen Bundeswehr und ziviler Gesellschaft, der für seine Kameraden öffentliche Wahrnehmung und Anerkennung bedeutete.Sein zuverlässiges Bekenntnis zu traditionellen Werten, wie Verantwortungsbewusstsein, Treue, Loyalität, Disziplin, Moral, Einsatzbereitschaft und Bescheidenheit machte diese Symbole mitmenschliches Zusammenlebens wieder zu Fundamenten in unseren Kameradschaften. Eine dauerhaft gelebte Kameradschaft braucht Vorbilder wie Friedrich Ostermeier.

Mit Friedrich Ostermeier verliert unsere Reservistengemeinschaft ein Stück ihrer Seele. Gewiss haben viele von uns ihr Herz für diese Vereinigung und ihre Mitglieder entdeckt, doch ein Herz braucht immer einen Impuls zum Schlagen. Erst wenn man angesprochen wird, ist man vielleicht zum Helfen oder einer ehrenamtlichen Tätigkeit bereit. Die Seele dagegen kommt aus sich heraus und ohne fremdes Einwirken. Sie merkt feinfühlig wann, wo und wie lange sie gebraucht wird. In Friedrichs Leben spiegelten sich diese groflartigen Eigenschaften vielfach wieder.
Erinnern wir uns darum über den heutigen Tag hinaus an einen lieben und geachteten Mitbürger und Kameraden, dem das Wohlbefinden der Kreisgruppe Minden/Herford ein anhaltendes Bedürfnis war. Vieles in der Kreisgruppe Minden/Herford trägt über den heutigen Tag hinaus die Handschrift von Oberstabsfeldwebel der Reserve Friedrich Ostermeier und das darf uns alle über die Trauer hinaus mit Freude und Stolz erfüllen.
Mir persönlich war "Fritze" ein beispielhafter Kamerad und ein stets willkommener Freund.

In stiller Trauer
Karl-Heinz Schwarze
Oberst der Reserve

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